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Musikwerke Bildender Künstler
CARSTEN NICOLAI
syn chron
Architektonischer Körper als Interface
Raum. Licht. Ton.
25. Februar - 3. April 2005
Neue Nationalgalerie / Obere Halle
Potsdamer Str. 50, 10785 Berlin
Der Bildende Künstler und Musiker Carsten Nicolai hat für die obere Halle der Neuen Nationalgalerie einen
Raum konzipiert, der zugleich als akustischer Körper, Resonanzraum und Projektionsoberfläche dient. Es handelt
sich um einen begehbaren kristallinen Körper, dessen transluzente Haut Träger von akustischen wie optischen
Ereignissen ist. Die von Nicolai komponierte elektronische Musik generiert die vom Laser projizierten
Lichtmodulationen. Die Komposition ist für die gesamte Laufzeit der Installation konzipiert, sie sieht Tag- und
Nachtzustände vor sowie die Möglichkeit von Live-Präsentationen. Der architektonische Körper ist zugleich Klang- wie
Lichtraum, in den die Besucher eintreten, den sie aber auch von außen schon von weitem wahrnehmen
können. Bei dieser mobilen Architektur handelt es sich um einen Prototypen, den der Künstler gemeinsam mit den
Architekten Finn Geipel und Giulia Andi, LIN sowie dem Ingenieur Werner Sobek entwickelt hat. Neben neuester
Lasertechnologie experimentiert Nicolai mit den speziellen akustischen Gegebenheiten des kristallinen Raums.


Carsten Nicolai, synchron
Architektonische Körper als Interface
Neue Nationalgalerie, Berlin
© Uwe Walter, Berlin
Carsten Nicolai, geb. 1965 in Chemnitz, hat in seinen Arbeiten seit Mitte der 1990er Jahre einen
besonderen Ansatz der Verbindung zwischen Kunst und Musik, zwischen visueller und akustischer Wahrnehmung
entwickelt. Seine Haltung als Künstler und Musiker ist mit der eines Forschers vergleichbar. In immer wieder neuen
experimentellen Versuchsanordnungen versucht Nicolai die Trennung menschlicher Sinneserfahrungen zu
überwinden und naturwissenschaftliche Phänomene wie Klang- und Lichtfrequenzen in für Augen und Ohren
wahrnehmbare Ereignisse zu transformieren. "syn chron" ist das bisher größte Projekt in seinem Bestreben, eine
Symbiose von Architektur, Licht und Ton zu schaffen.
Das Projekt "syn chron" findet statt im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Musikwerke Bildender
Künstler", die seit 1999 von Freunde Guter Musik Berlin in Zusammenarbeit mit der Nationalgalerie Berlin und seit
2002 mit dem Festival MaerzMusik der Berliner Festspiele durchgeführt wird. Innerhalb dieser Reihe nimmt die
Arbeit von Carsten Nicolai eine Sonderstellung ein. Sie versteht sich als ein Experiment, bei dem sich der Künstler
nicht nur im Grenzbereich von Kunst und Musik, sondern auch an der Schnittstelle zur
Wissenschaft bewegt.
Eine Veranstaltung von Freunde Guter Musik Berlin e.V.
in Zusammenarbeit mit Neue Nationalgalerie,
Staatliche Museen zu Berlin
und MaerzMusik 2005 . Berliner Festspiele.
Konzeption: Ingrid Buschmann, Gabriele Knapstein, Matthias Osterwold
Ermöglicht aus Mitteln der Schering Stiftung und des Hauptstadtkulturfonds.
Mit Unterstützung von JENOPTIK AG, LaserAnimation SOLLINGER GmbH u.a.
Kontakt / Information: Freunde Guter Musik Berlin e.V. / Projektleitung: Ingrid Buschmann
Tel. ++49-(0)30-615 2702, Fax ++49-(0)30-614 8695
Email: freunde@snafu.de, www.freunde-guter-musik-berlin.de
Pressekontakt: Silke Wiethe, Tel. ++49-(0)30-6950 8964
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